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Wie die klassische Yogaatmung bei Stress wirken kann

Im Yoga unterteilen wir den Körper in drei Körper und fünf Hüllen. Im europäischen Sinne ist es der Körper, bestehend aus fester Materie, der Geist mit seinen Gedanken und Wahrnehmungen und unsere Seele.
Durch Yoga nehmen wir direkt oder indirekt Einfluss auf unsere drei Körper, die alle miteinander verbunden sind und eine Wechselwirkung aufeinander haben. Die meisten Menschen kennen diese Wechselwirkungen. Bei mentalem Stress (z.B. eine wichtige Prüfung) bekommen wir auf einmal körperliche Signale. Dies reicht von Kopfschmerzen, Verspannungen, Übelkeit, Bauchschmerzen bis hin zu Ausschlägen oder anderen Hautreaktionen und vielem mehr.
Egal auf welcher der drei Ebenen Stress auf uns wirkt und wie heftig die körperlichen Reaktionen sind, der Atem verändert sich. Diese Veränderung entsteht mit dem Auftreten von Anspannung, Nervosität bis hin zu Angst oft unmittelbar. Diese gibt uns jedoch die Möglichkeit, aktiv über den Atem Einfluss auf die Wirkungen von Stress nehmen.

Die Atemtechniken und Atemübungen werden im Yoga Pranayama genannt. Der Begriff Pranayama bezeichnet die bewusste, achtsame Regulierung, Vertiefung und Lenkung der Atmung. Durch regelmäßiges Üben und das Erlernen verschiedener Pranayama-Übungen z.B. Anuloma Viloma – die Wechselatmung; Kapalabhathi die Reinigungsatmung für mehr Frische und Klarheit; Shitali – „Abkühlende Atmung“ oder einfach nur die vollständige Yogaatmung sind wir in der Lage, bewusst Einfluss auf unseren Atem zu nehmen. Dadurch können wir gezielt über den Atem Ruhe und Entspannung in unseren Körper und den Geist bringen. Mit Hilfe der unterschiedlichen Atemtechniken können wir gezielt Einfluss auf uns selbst und so auf den Stress und seine Wirkungen auf uns und andere nehmen.

Dieser Beitrag wurde auf Stressguru veröffentlicht und wurde von Andreas Neumann, Yogalehrer i.A. geschrieben.