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Monthly Archives: September 2016

Wie die klassische Yogaatmung bei Stress wirken kann

Im Yoga unterteilen wir den Körper in drei Körper und fünf Hüllen. Im europäischen Sinne ist es der Körper, bestehend aus fester Materie, der Geist mit seinen Gedanken und Wahrnehmungen und unsere Seele.
Durch Yoga nehmen wir direkt oder indirekt Einfluss auf unsere drei Körper, die alle miteinander verbunden sind und eine Wechselwirkung aufeinander haben. Die meisten Menschen kennen diese Wechselwirkungen. Bei mentalem Stress (z.B. eine wichtige Prüfung) bekommen wir auf einmal körperliche Signale. Dies reicht von Kopfschmerzen, Verspannungen, Übelkeit, Bauchschmerzen bis hin zu Ausschlägen oder anderen Hautreaktionen und vielem mehr.
Egal auf welcher der drei Ebenen Stress auf uns wirkt und wie heftig die körperlichen Reaktionen sind, der Atem verändert sich. Diese Veränderung entsteht mit dem Auftreten von Anspannung, Nervosität bis hin zu Angst oft unmittelbar. Diese gibt uns jedoch die Möglichkeit, aktiv über den Atem Einfluss auf die Wirkungen von Stress nehmen.

Die Atemtechniken und Atemübungen werden im Yoga Pranayama genannt. Der Begriff Pranayama bezeichnet die bewusste, achtsame Regulierung, Vertiefung und Lenkung der Atmung. Durch regelmäßiges Üben und das Erlernen verschiedener Pranayama-Übungen z.B. Anuloma Viloma – die Wechselatmung; Kapalabhathi die Reinigungsatmung für mehr Frische und Klarheit; Shitali – „Abkühlende Atmung“ oder einfach nur die vollständige Yogaatmung sind wir in der Lage, bewusst Einfluss auf unseren Atem zu nehmen. Dadurch können wir gezielt über den Atem Ruhe und Entspannung in unseren Körper und den Geist bringen. Mit Hilfe der unterschiedlichen Atemtechniken können wir gezielt Einfluss auf uns selbst und so auf den Stress und seine Wirkungen auf uns und andere nehmen.

Dieser Beitrag wurde auf Stressguru veröffentlicht und wurde von Andreas Neumann, Yogalehrer i.A. geschrieben.

Warum Yoga

Heutzutage gibt es eine Fülle von Yogaliteratur, Yogastilen und es kann sehr verwirrend sein, wenn man sich auf den Yoga Markt begibt. Wir finden, dass Yoga einfach sein sollte, es sollte Spaß machen und das Herz erfreuen. Die Art des Üben sollte sich an unserem inneren Empfinden und an unserer momentanen körperlichen Verfassung orientieren.
Richtig ist, was gut tut!

Yoga gibt es seit tausenden von Jahren und ursprünglich hat es sich hauptsächlich mit den ganz großen Fragen der Menschheit beschäftigt:
Woher komme ich und wohin gehe ich? Wozu bin ich hier auf Erden? Was ist der Sinn des Lebens? All diese Fragen lassen sich nicht mit dem Verstand beantworten. Nur wenn wir den Geist zur Ruhe bringen, wenn wir unsere Vorstellungen, Meinungen und Konditionierungen beiseite lassen, können wir eintauchen in die Stille und Antworten und Erkenntnisse können auftauchen.
Das möchte Yoga – den Geist zur Ruhe bringen. (mehr …)

Was haben Meditation und Tee gemeinsam? Interview mit Roland Gehweiler

Roland GehweilerIm heutigen Interview spreche ich mit Roland Gehweiler. Roland ist ausgebildeter NLP-Practitioner mit jahrelanger Yoga und Meditationserfahrung, die er in Achtsamkeit- und Meditationskursen im Yogacenter sowie in der Yogalehrerausbildung weitergibt.

Roland, in der YogalehrerInnenausbildung ist dein Bereich die Meditation und die wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu. Was genau fasziniert dich an der Meditation und seit wann praktizierst du selbst?

Ja, das ist alles sehr spannend. Die Erkenntnisse aus den aktuellen Forschungen der letzten Jahre zeigen nicht nur, dass Meditation wirkt, sondern auch wie. Wir können uns nachhaltig verändern und dass das funktioniert zeigen die Erkenntnisse aus der Gehirnforschung, zum Beispiel die Neuroplastizität des Gehirns, Spiegelneuronen und auch das Wissen aus der Genforschung, die Erkenntnisse in der Epigenetik und vieles mehr. Wir können heute Wissen und die Techniken der Veränderung lernen, anwenden und weitergeben. Ich praktiziere Meditation schon viele Jahre und habe das früher überwiegend in meine Hatha-Yoga Praxis integriert. Wichtig ist mir ein bewusstes, langsames Praktizieren und achtsames Wahrnehmen und visualisieren der inneren Prozesse während des Übens. Es ist erstaunlich, welche positiven Veränderungen sich schon nach kurzer Zeit einstellen und das alltägliche Erleben verändern.

Welches ist deine Lieblingsmeditation?

Sitzen in reiner Präsenz, in absoluter Gegenwärtigkeit. Eine Form der Achtsamkeitsmeditation, bei der man zu Beginn durch alle sensorischen Wahrnehmungsebenen geht, um dann die Verbundenheit mit allem Seienden im Moment zu leben.

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