Yoga-Blog

Agieren statt Reagieren

Wenn wir reagieren, dann tun wir nicht unbedingt das, was wir wollen, sondern weil es die Lebensbedingungen anscheinend fordern. Was bedeutet, dass wir von etwas anderem als uns selbst bestimmt werden. 
Wenn wir häufig reagieren hinterlässt das ein Gefühl des Ausgeliefertseins auf die äußeren Verhältnisse. Das macht keine Freude. Wir bestimmen dann nicht mehr selber, was und wieviel wir tun und überhören dabei oft die Signale des Körpers, der an den Rand der Überforderung kommt und mit den vielen Anforderungen nicht mehr gesund mithalten kann.
Agieren dagegen ist ein bewusstes Handeln. Wir entscheiden uns und handeln von uns aus und werden nicht tätig, weil etwas von außerhalb uns dazu nötigt. 
Agieren braucht Entschlusskraft, ein aktives Ergreifen der Initiative. Aus eigenem Antrieb das Leben gestalten und die eigene Wahl treffen. Dazu ist es natürlich erforderlich, sich der eingefahrenen Reaktionsmuster bewusst zu werden.
Das wollen wir auch im Yoga. Es ist wie ein Selbststudium, bei dem wir üben, bewusst und achtsam wahrzunehmen, was gerade geschieht. 
Wir halten inne im umtriebigen Leben, üben uns in Achtsamkeit um so einen immer klareren Geisteszustand zu erlangen.
Aus dieser Klarheit und Wachheit zu handeln ist selbstbestimmt und selbstverantwortlich. Und das ist Freiheit.

Wie die klassische Yogaatmung bei Stress wirken kann

Im Yoga unterteilen wir den Körper in drei Körper und fünf Hüllen. Im europäischen Sinne ist es der Körper, bestehend aus fester Materie, der Geist mit seinen Gedanken und Wahrnehmungen und unsere Seele.
Durch Yoga nehmen wir direkt oder indirekt Einfluss auf unsere drei Körper, die alle miteinander verbunden sind und eine Wechselwirkung aufeinander haben. Die meisten Menschen kennen diese Wechselwirkungen. Bei mentalem Stress (z.B. eine wichtige Prüfung) bekommen wir auf einmal körperliche Signale. Dies reicht von Kopfschmerzen, Verspannungen, Übelkeit, Bauchschmerzen bis hin zu Ausschlägen oder anderen Hautreaktionen und vielem mehr.
Egal auf welcher der drei Ebenen Stress auf uns wirkt und wie heftig die körperlichen Reaktionen sind, der Atem verändert sich. Diese Veränderung entsteht mit dem Auftreten von Anspannung, Nervosität bis hin zu Angst oft unmittelbar. Diese gibt uns jedoch die Möglichkeit, aktiv über den Atem Einfluss auf die Wirkungen von Stress nehmen.

Die Atemtechniken und Atemübungen werden im Yoga Pranayama genannt. Der Begriff Pranayama bezeichnet die bewusste, achtsame Regulierung, Vertiefung und Lenkung der Atmung. Durch regelmäßiges Üben und das Erlernen verschiedener Pranayama-Übungen z.B. Anuloma Viloma – die Wechselatmung; Kapalabhathi die Reinigungsatmung für mehr Frische und Klarheit; Shitali – „Abkühlende Atmung“ oder einfach nur die vollständige Yogaatmung sind wir in der Lage, bewusst Einfluss auf unseren Atem zu nehmen. Dadurch können wir gezielt über den Atem Ruhe und Entspannung in unseren Körper und den Geist bringen. Mit Hilfe der unterschiedlichen Atemtechniken können wir gezielt Einfluss auf uns selbst und so auf den Stress und seine Wirkungen auf uns und andere nehmen.

Dieser Beitrag wurde auf Stressguru veröffentlicht und wurde von Andreas Neumann, Yogalehrer i.A. geschrieben.

Warum Yoga

Heutzutage gibt es eine Fülle von Yogaliteratur, Yogastilen und es kann sehr verwirrend sein, wenn man sich auf den Yoga Markt begibt. Wir finden, dass Yoga einfach sein sollte, es sollte Spaß machen und das Herz erfreuen. Die Art des Üben sollte sich an unserem inneren Empfinden und an unserer momentanen körperlichen Verfassung orientieren.
Richtig ist, was gut tut!

Yoga gibt es seit tausenden von Jahren und ursprünglich hat es sich hauptsächlich mit den ganz großen Fragen der Menschheit beschäftigt:
Woher komme ich und wohin gehe ich? Wozu bin ich hier auf Erden? Was ist der Sinn des Lebens? All diese Fragen lassen sich nicht mit dem Verstand beantworten. Nur wenn wir den Geist zur Ruhe bringen, wenn wir unsere Vorstellungen, Meinungen und Konditionierungen beiseite lassen, können wir eintauchen in die Stille und Antworten und Erkenntnisse können auftauchen.
Das möchte Yoga – den Geist zur Ruhe bringen. (mehr …)

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